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Zinsrückgang beim Baugeld: Für 2023 begrenztes Aufwärtspotenzial erwartet
Zinsrückgang um fast einen halben Prozentpunkt. Zentralbanken halten Zügel bei Geldpolitik jedoch weiter straff. Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Experten dämpfen ihre Prognose - im Verlauf des nächsten Jahres erwartet die Mehrheit der Experten gleichbleibende bis leicht steigende Zinsen.
Die Energiekrise, der Ukraine-Krieg und die Auswirkungen der Corona-Pandemie – wie zuletzt die Proteste in China – treiben die weltweite Teuerung an und gefährden die Konjunktur. „Die Zentralbanken bekämpfen mit aller Macht die Inflation und nehmen auch Konjunkturrisiken in Kauf“, erläutert Zinsexpertin Mirjam Mohr. Nach mehreren Jumbo-Zinsschritten der amerikanischen Notenbank Fed und der Europäischen Notenbank EZB erwarten Marktteilnehmer allerdings, dass die Währungshüter ihr Tempo bei den Zinserhöhungen drosseln. „Auch wenn sich das Tempo der Zinserhöhung verlangsamen sollte, ist eine klare Trendwende noch nicht auszumachen, Schwankungen sind weiter zu erwarten. Insgesamt erwarten wir auch für 2023 einen leichten Aufwärtsdruck – wenngleich nicht mit der Dynamik wie in 2022“, sagt Mirjam Mohr.
Zuletzt hatte die Teuerung ein neues Rekordhoch erreicht, gleichzeitig sprechen im Kurzzeitvergleich sinkende Erzeuger- und Ölpreise, sich normalisierende Lieferketten und die sich stabilisierende Gemeinschaftswährung Euro für eine nachlassende Inflation. Ob und in welcher Stärke eine Rezession droht, ist ungewiss. Mirjam Mohr: „Die Märkte reagieren innerhalb der geldpolitisch vorgegebenen Leitplanken seit Wochen mit großen Schwankungen auf die teilweise ambivalenten Daten, Prognosen und Gutachten.“
Immobilieninteressenten mit Finanzierungsbedarf sollten Schwankungen im aktuellen Zinsumfeld beobachten und proaktiv nutzen. Der Zinsvergleich ist laut Interhyp in dieser Zeit besonders sinnvoll, da Banken Zinsänderungen unterschiedlich schnell weitergeben. „Wer aktiv vergleicht, kann Zinsdellen und zeitweilige Rückgänge besser nutzen“. Grundlage für eine schnelle Handlungsfähigkeit ist nach Mirjam Mohrs Worten eine umfassende und frühzeitige Beratung. „Interessentinnen und Interessenten sollten sich auch schon ohne konkretes Objekt beraten lassen. Je genauer Kaufwillige ihre finanziellen Möglichkeiten kennen, desto besser können sie in die Verhandlungen einsteigen“, erläutert die Expertin. „Nachdem der Immobilienmarkt besonders in den Großstädten fast ein Jahrzehnt wie festgefahren war und die Nachfrage das Angebot bei weitem überstiegen hat, gelangen nun wieder attraktive Angebote auf den Markt. Zudem besteht bei diesen Angeboten immer öfter Gesprächsbereitschaft über den Preis.“ Finanzierungen sind laut Interhyp weiterhin problemlos möglich. Mirjam Mohr: „Auch bei der konkreten Ausgestaltung der Finanzierung gibt es Möglichkeiten, um mit leistbaren Raten das Wunschobjekt finanzieren zu können – etwa durch günstige Bauspartarife oder Tilgungsanpassungen“.