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Von Arnstadt bis Zeulenroda: Höhere Grunderwerbsteuer verteuert ab 2017 den Immobilienkauf in Thüringen deutlich
Freistaat erhöht Steuern von 5 auf 6,5 Prozent und zählt zu den Bundesländern mit höchstem Satz / Interhyp: Durchschnittlicher Thüringer Häuslebauer zahlt 3.600 Euro mehr / Wer 2016 kaufen kann, muss jetzt handeln
"Seit die Länder die Grunderwerbsteuer selbst festsetzen dürfen, hat sich die Steuerbelastung beim Hauskauf fast verdoppelt. Die Kaufnebenkosten sind nicht, wie der Name vermuten lässt, zu vernachlässigende Nebenkosten. Vielmehr handelt es sich längst um einen massiven Posten der Gesamtsumme, der vielen Immobilieninteressenten den Kauf einer Immobilie und damit einen wichtigen Baustein der Altersvorsorge deutlich erschwert", kritisiert Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.
Nachdem 2015 das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg die Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent angehoben haben, reiht sich ab Jahresbeginn Thüringen in die Liste der höchsten Steuersätze ein. Insgesamt summieren sich die Kaufnebenkosten, zu denen Maklergebühren, Notarkosten und Grunderwerbsteuern gerechnet werden, je nach Region auf rund 9 bis 16 Prozent des eigentlichen Objektpreises. In Thüringen sind es ab 2017 rund 14,5 Prozent. Die gesamten Kaufnebenkosten betragen damit im Freistaat ab Jahreswechsel durchschnittlich 34.800 Euro (inklusive voller Makler-Courtage).
Wer noch vor dem Jahreswechsel den Kaufvertrag für Haus oder Wohnung beurkunden lässt, profitiert von den derzeitigen Grunderwerbsteuersätzen und extrem günstigen Finanzierungszinsen. "Um den Kaufvertrag beurkunden zu lassen, muss jedoch die Finanzierung geregelt sein – selbst wenn die Auszahlung später erfolgt", sagt Sandra Lindner, Leiterin der Interhyp-Geschäftsstelle in Erfurt. Falls der Kredit noch im Dezember fließen muss, ist somit etwas Eile geboten. Einerseits benötigt die Bank für die Kreditprüfung mehrere Werktage. Anderseits wollen Sicherheiten wie der Grundschuldeintrag bestellt sein, damit es überhaupt zur Auszahlung kommen kann. Lindner rät Interessenten, den Kauf bis Anfang Dezember zu forcieren.