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Grunderwerbsteuer: Teure Kaufnebenkosten – und was bei der Finanzierung zu beachten ist
Erhöhung der Grunderwerbsteuer von 5 auf 6 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern ab 1. Juli / Die Kaufnebenkosten in Deutschland verteuern den Kaufpreis insgesamt um bis zu 16 Prozent / Käufer müssen Nebenkosten in aller Regel durch Eigenkapital decken
Die Grunderwerbsteuer ist je nach Bundesland unterschiedlich hoch und wurde in den vergangenen Jahren zum Teil kräftig angehoben. Sie variiert von 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen bis zu 6,5 Prozent in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Thüringen und im Saarland. In Mecklenburg-Vorpommern bedeutet die Erhöhung der Grunderwerbsteuer von 5 auf 6 Prozent, dass bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 200.000 Euro statt wie bisher 10.000 nun 12.000 Euro fällig werden, also 2.000 Euro mehr.
Zusammen mit den Notar- und Grundbuchkosten von rund 2 Prozent und Maklergebühren von bis zu 7,14 Prozent können sich die Nebenkosten beim Immobilienkauf je nach Bundesland sogar auf bis zu rund 16 Prozent aufsummieren. Bei hohen Kaufpreisen, wie sie zum Beispiel in Metropolen üblich sind, fallen so schnell Nebenkosten von 50.000 Euro und mehr an, berichtet Interhyp. "Die Kaufnebenkosten sind für den Käufer verloren, denn er kann sie bei einem Verkauf der Wohnung nicht zurückerhalten", so Mohr. "Banken finanzieren die Kaufnebenkosten aus diesem Grund ungern mit, da keine Sicherheit für diese Summe besteht."
Die Handlungsmöglichkeiten, um die Grunderwerbsteuer zu reduzieren, sind beschränkt und sollten genau überdacht werden, so Interhyp. So wird bei Bauvorhaben zum Teil geraten, den Kauf des Grundstücks und die Beauftragung des Baus zu trennen. Damit hier die Steuer nur für das Grundstück anfällt, gelten aber strenge Regelungen der Finanzämter, über die sich Immobilienkäufer vorab genau informieren sollten. Beim Kauf einer Bestandswohnung mit Inventar gibt es den Spartipp, bewegliche Einbauten wie die Küche getrennt zu kaufen und dies im Kaufvertrag auszuweisen. Für die Bank reduziert sich dadurch aber in aller Regel der Objektwert und weil sich somit der Anteil der Finanzierung am Kaufpreis erhöht, steigen eventuell die Zinsen, gibt Interhyp zu bedenken. Der Käufer sollte sich daher gerade in diesem Punkt eng mit dem Finanzierungsberater absprechen und die Kosten für das Inventar realistisch ansetzen.